Über uns

Wir sind Julia Senft und Isabella Tober. Gemeinsam haben wir das Unternehmen PrototypingFutures gegründet, welches Gruppen dabei unterstützt, gemeinsame Visionen und Projektideen zu entwickeln.

In partizipativen Workshops entstehen Visionen und Leitbilder, von denen konkrete Projektideen abgeleitet werden – die ersten Schritte in die gewünschte Richtung. Das Besondere an unserer Herangehensweise ist jedoch, dass es nicht beim Diskutieren bleibt; die Projektideen werden prototypisch im Ort inszeniert. So wird die Zukunft durch kreative Aktionen und Installationen plötzlich lebendig und direkt erfahrbar.

Wenn plötzlich Neues im Ort auftaucht und zum Beispiel Plakate über eine neu geplante Veranstaltungsscheune informieren, dann erregt das Aufmerksamkeit und Diskussionen. Und wenn etwas erst einmal als Prototyp in der Welt ist, dann ist der Weg zur wirklichen Umsetzung oft gar nicht mehr so weit.

Unser Format »Dorf macht Zukunft« haben wir eigens für Beteiligungsprozesse in ländlichen Räumen entwickelt. Es umfasst vielfältige Materialien, die speziell auf die Situation und Bedarfe von Dorfgemeinschaften zugeschnitten sind. Dabei geben wir nicht das »Rezept« vor, sondern steuern die »Zutaten« bei, die Veränderungsprozesse in ländlichen Räumen unterstützen.

Julia Senft

(MA Transformation Design)

»Ob zum Studium oder Praktikum – mich hat es in meinem Leben in verschiedene Orte verschlagen. Überall habe ich interessante Menschen getroffen und von inspirierenden Geschichten erfahren, die die Welt ein bisschen besser machen. Womit ich allerdings nicht gerechnet hätte ist, dass mich gerade die Begegnungen auf dem Land so tiefgreifend berühren und prägen würden. Nachdem ich in einem Bildungsurlaub spannende Einblicke in die besonderen Herausforderungen und auch vielfältigen Potenziale der Dörfer, Gemeinden, Unternehmer*innen und Menschen auf dem Land erhalten habe, lies mich das Thema nicht mehr los.Ich fragte mich: Was kann ich dazu beitragen dass mehr starke und selbstbewusste Dorfgemeinschaften entstehen? Wie kann das Leben auf dem Land noch lebenswerter werden? Dies wurden zentrale Themen in meinem Masterstudium. Hier beschäftigte ich mich vor allem mit Dorfentwicklung und wie man diejenigen, die von der Veränderung betroffen sind, unterstützen kann die Veränderung selbst zu gestalten. Demokratie, Nachhaltigkeit und die Frage was es zu einem guten Leben braucht – das sind meine Antreiber.Nach meinem Studium hat es mich zunächst wieder nach Hamburg – zurück zu Freunden und Familie – verschlagen. Obwohl ich das kulturelle Angebot der Stadt schätze, wird mir die Enge und die vielen Menschen doch auch manchmal zu viel. Deshalb findet man mich sobald die Witterung es zulässt in meinem kleinen Schrebergarten am Stadtrand. Zwischen Gemüsebeeten, Glashaus und Teich liegt für mich ein wertvoller Ort der Entspannung und Quell an Inspiration. Vielleicht verschlägt mich mein Lebensweg ja auch wieder ins Ländliche – wer weiß.«

Isabella Tober

(MA Transformation Design)

»Ich bin in einem Dorf in Niederbayern aufgewachsen und weiß, was es bedeutet, wenn der Bus in die nächste Stadt nur drei Mal täglich fährt, der kleine Supermarkt im Ortskern schließt und das Freizeitprogramm für Jugendliche nicht über den Sportverein hinausgeht.

Gleichzeitig bin ich der Überzeugung, dass ländliche Räume eine entscheidende Rolle spielen bei der Beantwortung vieler der drängendsten Fragen unserer Zeit. Nämlich, wie zukunftsfähige Lebens-, Arbeits- und Wirtschaftsstile angesichts globaler Herausforderungen aussehen könnten. Ich begreife das Land als Zukunfts- und Möglichkeitsraum, um beispielsweise zu erproben, wie eine nachhaltige Lebensmittelproduktion, ortsunabhängige, digitale Arbeitsmodelle, Formen von gemeinschaftlichem, generationsübergreifendem Wohnen oder umweltfreundliche Energieproduktion und Mobilitätskonzepte funktionieren können.

Fasziniert von diesem Spannungsfeld und der Frage, wie ländliche Regionen ihr Potenzial stärker ausschöpfen können, habe ich mich gegfragt, wie ich mit Mitteln und Hintergrundwissen aus Design und Zukunftsforschung hierzu einen Beitrag leisten kann. So entstand der Fokus meiner Masterarbeit und der anschließenden Selbständigkeit auf gemeinschaftlich Visionsentwicklung für ländliche Gemeinden.

Aber auch privat zieht es mich wieder mehr und mehr aufs Land und momentan bin ich mit meinem Partner auf der Suche nach Möglichkeiten, um gemeinsam mit anderen einen kreativen Lebens- und Arbeitsort auf dem Land zu schaffen.«